Venenchirurgie

  Hier erfahren Sie mehr über Behandlungsmethoden und Krankheitsbilder der Venen

Varikosis: Krampfadern

Ursachen

Bei Krampfadern handelt es sich um ein sehr häufiges Erkrankungsbild der Beinvenen. Aufgrund einer Schwäche der Venenwand und insbesondere der Venenklappen kommt es zu Veränderungen des venösen Blutrückflusses. Dies hat eine Erweiterung der Venen zur Folge was sich in Form von Krampfadern äussert. Als Folge des gestörten Rückflusses über die Venen kommt es zur Ausbildung von Beinödemen, dem Gefühl schwerer Beine und im weiteren Verlauf zu höhergradigen Komplikationen mit Veränderungen der Haut, im schlimmsten Fall gar zur Bildung von Beingeschwüren (Ulzera). 
 
 
 
 
 

Diagnostik

Krampfadern können zu verschiedenen typischen Symptomen führen. Am häufigsten findet man die typischen, verdickten und geschlängelten Venen an den Beinen. Weitere Zeichen sind: Schwere Beine, Schwellung der Beine (Ödeme), Hautveränderungen (bräunliche Verfärbung), Beingeschwüre (Ulzera).  Zur sicheren Diagnostik ist nebst dem typischen klinischen Bild vor allem der Ultraschall von grosser Wichtigkeit. Im Duplex-Ultraschall kann das umgekehrte Flussbild in den Venen sehr gut dargestellt werden und damit die Insuffizienz des oberflächlichen Venensystems bewiesen werden. Noch wichtiger ist allerdings die Untersuchung des tiefen Beinvenensystems: Nur wenn dieses normal funktioniert ist eine Operation der Varizen gestattet!

Therapie

Die Behandlung hat primär das Ziel die gestörten Flussverhältnisse in den Beinvenen wieder herzustellen. 

Als Alternativen zur reinen Kompression stehen diverse chirurgische oder interventionelle Optionen zur Verfügung. Ziel dieser Behandlungen ist die Entfernung oder Verödung der nicht mehr korrekt funktionierenden Venenäste. Durch Entfernung der betroffenen Venenanteile kommt es in der Regel zu einer deutlichen Verbesserung der Venenzirkulation, Reduktion der Beinschwellung (Ödeme) und auch zum Abheilen von chronischen Beinwunden (Ulzera). 
 
 
  

Konservative Therapie

Die Behandlung hat primär das Ziel die gestörten Flussverhältnisse in den Beinvenen wieder herzustellen. Dies kann oft durch eine Kompression mit Hilfe von Kompressionsstrümpfen erreicht werden. Für eine korrekte Behandlung müssen diese aber konsequent getragen werden. Dies kann für Patienten aber oft störend sein, insbesondere bei hohen Aussentemperaturen. 

Als Alternativen zur reinen Kompression stehen diverse chirurgische oder interventionelle Optionen zur Verfügung. Ziel dieser Behandlungen ist die Entfernung oder Verödung der nicht mehr korrekt funktionierenden Venenäste. Durch Entfernung der betroffenen Venenanteile kommt es in der Regel zu einer deutlichen Verbesserung der Venenzirkulation, Reduktion der Beinschwellung (Ödeme) und auch zum Abheilen von chronischen Beinwunden (Ulzera). 

Operative Therapie

Bei der Operation werden 

die krankhaften Venenanteile chirurgisch entfernt. Hierfür ist lediglich ein kleiner Schnitt im Bereich der Leiste notwendig um den Venenstern (Crosse) korrekt zu unterbinden. Die übrigen Venenanteile können dann über kleinste Inzisionen von 1-2 mm vollständig entfernt werden.  
Bei korrekter Durchführung der Operation treten nur sehr selten Rezidive auf. Nach der Operation müssen während 6 Wochen Kompressionsstrümpfe getragen werden, danach ist keine weitere Kompressionstherapie notwendig. 
Der Vorteil der chirurgischen Behandlung gegenüber endovaskulär-interventionellen Verfahren (z.B. RFA) besteht insbesondere in der Langzeiterfahrung dieser Methode.

 
 

Interventionelle Therapien

Neue endovaskuläre Verfahren (Laser oder RFA) haben zum Ziel die Venen von innen zu zerstören. Durch diese Verödung werden die insuffizienten Venen verschlossen und das Blut strömt wieder durch gesunde Venenanteile. Diese Eingriffe erfolgen meist in einer regionalen Betäubung ambulant. Ob die neueren Verfahren im langfristigen Verlauf wirklich gleichwertig wie die klassische Operation (Crossektomie und Stripping) sind kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit Sicherheit bestätigt werden da Langzeitstudien noch fehlen.