Tumorchirurgie

Tumoren der Bauchorgane oder Manifestationen anderer Tumoren im Bauchraum stellen ein komplexes und sehr vielfältiges Krankheitsbild dar. Die Behandlung muss stets individuell auf den Patienten ausgerichtet sein. Eine interdisziplinäre Behandlung mit Vorstellung an einem Tumorboard gehört hier immer dazu.  

Kolon- und Rektumkarzinom

Dickdarmtumoren sind relativ häufige Tumoren die mit zunehmendem Lebensalter auftreten. Zudem gibt es diverse Erkrankungsbilder die zu einem erhöhten Risiko für Kolonkarzinome führen. Einige dieser Erkrankungen sind genetisch bedingt und können bereits in jungem Lebensalter zu Tumoren führen. Detaillierte Informationen zu Kolon- und Rektumkarzinomen finden Sie unter Kolonchirurgie. 

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Magentumoren

Magentumoren sind insgesamt relativ selten. Dank grossen Fortschritten sowohl in der operativen Behandlung als auch in der onkologischen Behandlung haben sich die Resultate insbesondere beim Magenkarzinom deutlich verbessert. Je nach Stadium des Tumors wird heute ein multimodales Konzept mit neoadjuvanter Chemotherapie, Operation und adjuvanter Chemotherapie gewählt. Da ein solches Therapiekonzept immer eine interdisziplinäre Betreuung benötigt, muss ein Therapieplan immer an einem Tumorboard gestellt werden. 

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Port-à-Cath

Ein Port-à-Cath wird zur direkten Infusion von Medikamenten verwendet. Im Gegensatz zu anderen Zugängen kann dieser über lange Zeit verbleiben und jeweils bei Bedarf angestochen werden. So entfällt das wiederholte Punktieren von Venen, was für den Patienten einen erheblichen Komfortgewinn bedeutet. Die häufigste Anwendung besteht in der Gabe von Chemotherapie über den Port-à-Cath. Er kann aber auch für eine künstliche Ernährung, die Antibiotikagabe oder die Gabe anderer Infusionen verwendet werden. Der Port-à-Cath kann in lokaler Betäubung eingesetzt werden. Er ist vollständig unter der Haut gelegen. Sobald dieser nicht mehr benötigt wird, kann er in ebenfalls lokaler Betäubung wieder entfernt werden.

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Gynäkologische Tumoren

Bei Tumoren der Gebärmutter oder der Ovarien muss oft eine ausgedehnte Operation zur Entfernung des Tumors erfolgen. Häufig sind zusätzliche Resektionen des Dünn- oder Dickdarms notwendig. Wir operieren gynäkologische Tumoren gemeinsam mit den Kollegen der operativen Tumorgynäkologie.

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Peritonealkarzinose

Zahlreiche Tumorleiden können sich im Bauchraum manifestieren. Nebst primären Tumorleiden von Bauchorganen können insbesondere auch Metastasen anderer Tumoren im Bauchraum vorkommen. Diese können zu einem Darmverschluss oder zu Perforationen führen. Eine chirurgische Therapie bei Peritonealkarzinose muss sehr individuell geplant werden. Leider kann nicht in allen Fällen eine sinnvolle Therapie angeboten werden. Das Spektrum der Operationen reicht von einer einfacheren Ableitung von Ascites über einen implantierten Katheter über die Bildung von Umgehungen von Stenosen (Innerer Bypass, Gastroenterostomie) bis hin zur zytoreduktien Chirurgie und HIPEC. Da es sich stets um komplexe Einzelfall Entscheide handelt ist eine vorrangige Besprechung an einem interdisziplinären Tumorboard zwingend. 

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